Dominique Köhler
Unternehmenskommunikation
+49 5231 14-2639
Verwandte Links
.
Sprachauswahl
deutsch
Eine Ausbildungsquote, die deutlich über dem Industriestandard liegt, CO2-Einspar-Konzepte bei Neubauten oder die Auszeichnung „Top-Arbeitgeber für Ingenieure“ – Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Gemeinschaft zu übernehmen, ist eine Forderung, der sich Weidmüller jeden Tag stellt. Sabine Elting arbeitet im Bereich „Human Ressource“ bei Weidmüller und schildert, welchen Stellenwert Corporate Social Responsibility (CSR) beim weltweit agierenden Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik und Elektronik hat.
Was bedeutet CSR für Weidmüller?
Sabine Elting: Bei uns ist die Auseinandersetzung mit CSR fest in das unternehmerische Handeln integriert – und berücksichtigt unsere Unternehmensgrundwerte, die neben der Innovation und den guten Beziehungen zu Kunden und Lieferanten auch den Mitarbeiter und die Qualität unserer Produkte umfassen. Weidmüller hält sich nicht nur strikt an die vorgegebenen Umwelt- und Sozialstandards, sondern legt auch großen Wert, dass die strengen EU-Richtwerte beim Arbeits- und Gesundheitsschutz an allen weltweiten Produktionsstandorten eingehalten werden. CSR bedeutet für uns aber auch, sich als Arbeitgeber mit weltweit rund 3.500 Mitarbeitern an den jeweiligen Standorten zu engagieren – und damit eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Für dieses Engagement sind wir in diesem Jahr als Top-Arbeitgeber für Ingeneure ausgezeichnet worden.
Wo engagiert sich Weidmüller konkret hinsichtlich CSR?
Sabine Elting: Wir fühlen uns verantwortlich für unser direktes Umfeld. Für die nächsten beiden Jahre haben wir mit einem 136 Millionen-Euro-Programm das größte Invest in der Weidmüller Geschichte initiiert. Davon werden allein am Standort Detmold 70 Millionen Euro investiert. Durch diese Maßnahmen stärken wir die Region, denn ein starker Standort zieht weitere Investitionen, qualifizierte Mitarbeiter und weitere Zulieferer an.
Darüber hinaus stellen wir in diesem Jahr 200 Ingenieure und Fachkräfte ein und kümmern uns ständig um qualifizierten Nachwuchs. Wir bieten in unserem Unternehmen neben Gesundheitschecks auch Betriebssportgruppen an, bilden mit 8,5 Prozent über dem Branchendurchschnitt aus und investieren jährlich etwa 1,5 Millionen Euro in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Ferner sind wir offen für alle Schulformen, um jedem Jugendlichen eine Chance und einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen und bieten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viele flexible Arbeitszeitmodelle an. Für die sehr guten Arbeitsbedingungen unserer Praktikanten sind wir bereits mit dem „Fair-Company-Siegel“ ausgezeichnet worden.
Besonderer Stellenwert hat die Einsparung von Energie in allen Produktionsstufen. So erhielten wir für das innovative Energiekonzept mit dem Bau eines Blockheizkraftwerkes den „Energy Effiency Award 2007“. Rund fünf Millionen Euro wird Weidmüller in weitreichende Energieeffizienzmaßnahmen in den nächsten beiden Jahren investieren. Allein durch Stromeinsparungen und die bessere Nutzung von Wärme und Kälte in der Produktion reduzieren wir die CO2-Emmission um 18.000 Tonnen pro Jahr.
Wie setzt Weidmüller sein CSR-Verständnis global um?
Sabine Elting: Bei unseren Produkten legen wir großen Wert auf die Einhaltung von Standards und die Nachhaltigkeit. Die Frage „Wie gehen wir mit den Schadstoffen um?“ hat bei uns einen zentralen Stellenwert. Zu 90 Prozent sind unsere Materialien recyclebar. Den hohen Anspruch hinsichtlich Umweltstandards, die wir hier in Deutschland pflegen, setzen wir beispielsweise auch in Asien an. Unsere Produkte, die wir dort herstellen, werden vornehmlich für den lokalen Markt produziert. Durch diese Nähe zum ausländischen Kunden können wir uns optimal an seinen Bedürfnissen orientieren. Überhaupt spielt der offene, interkulturelle Umgang miteinander bei uns eine große Rolle. Konkret erreichen wir ein weltweites CSR-Verständnis durch unser integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem sowie durch Vorleben unserer Führungskräfte im Bereich der Arbeitssicherheit und der Mitarbeiterförderung.
Was wird Weidmüller hinsichtlich CSR in der Zukunft besonders beachten?
Sabine Elting: Immer mehr Kunden interessieren sich für unser soziales, ethisches und ökologisches Profil und machen davon möglicherweise ihre nächste Kaufentscheidung abhängig. Das nachhaltige Wirtschaften steht bei uns stets an erster Stelle. Außerdem ist der verantwortliche und respektvolle Umgang von Mensch und Natur ein wichtiges Kriterium für unser Handeln. Der demographische Wandel, das wachsende Qualitätsbewusstsein in den Schwellenländern wie Asien oder Indien und der steigende Energiebedarf für unsere sich ständig vergrößernde Produktion werden uns dabei vor neue Aufgaben stellen.